Ein klarer Rahmen für eine gemeinsame Aufgabe

Die technische Realisierung einer CO₂-Infrastruktur ist nur die eine Hälfte der Aufgabe. Damit die Energiewende gelingen kann, bedarf es auch eines klugen und verlässlichen politischen Rahmens. Als erfahrener Infrastrukturspezialist bringen wir unser Fachwissen aktiv in die politische Debatte ein, um gemeinsam mit allen Beteiligten tragfähige und zukunftssichere Lösungen zu entwickeln.


Warum braucht es dafür 
neue Gesetze?

Auch wenn CO₂ ein natürlicher Stoff und der Pipelinetransport eine bewährte Technik ist, betreten wir mit dem Aufbau einer CO₂-Wirtschaft in vielen Bereichen rechtliches Neuland. Bestehende Gesetze, zum Beispiel aus dem Bergrecht oder dem Wasserrecht, sind für diese neue Aufgabe nicht ausgelegt. Es müssen klare, einheitliche Regeln geschaffen werden, die zum Beispiel festlegen:

  • Wer darf CO₂ unterirdisch speichern und unter welchen Sicherheitsauflagen?

  • Wie wird der Transport über Landes- und Staatsgrenzen hinweg geregelt?

  • Wie wird sichergestellt, dass alle Unternehmen fairen Zugang zum Netz erhalten?

Ohne einen klaren gesetzlichen Rahmen kann niemand die notwendigen, milliardenschweren Investitionen tätigen. Die Arbeit auf politischer Ebene schafft also die „Spielregeln“, die für den Bau und den sicheren Betrieb der Infrastruktur unverzichtbar sind.



EINE OFFENE DEBATTE

Argumente von 
Kritikern


IST CCU/S NICHT NUR EINE AUSREDE, UM WEITER FOSSILE ENERGIEN ZU NUTZEN UND DIE EIGENTLICHE ENERGIEWENDE ZU VERZÖGERN?

Nein. Wir sehen das klar als unsere wichtigste Aufgabe, die Energiewende voranzutreiben. Die Reduktion und Vermeidung von Emissionen stehen immer an erster Stelle. CCU/S ist keine Alternative dazu, sondern eine notwendige, ergänzende Lösung für jene industriellen Prozesse, bei denen Emissionen auch in Zukunft technisch schwer oder nicht vermeidbar sein werden. Ohne eine Lösung für dieses Restproblem kann keine vollständige Klimaneutralität erreicht werden.

 


UNSER BEITRAG

Expertise für klare 
Spielregeln

Als verantwortungsvoller Infrastrukturbetreiber bringen wir unsere technische und praktische Erfahrung genau dort ein, wo diese neuen „Spielregeln“ gestaltet werden – auf bayerischer, deutscher und europäischer Ebene.

Die EU schafft den übergeordneten gesetzlichen Rahmen für die gesamte CO₂-Infrastruktur in Europa. Wir arbeiten hier in Expertengruppen mit, um sicherzustellen, dass die neuen Gesetze praxistauglich und sicher sind. Das für Herbst 2025 erwartete EU-Gesetzespaket wird die Grundlage für alles Weitere sein.

Die Bundesregierung in Berlin passt die deutschen Gesetze, wie das Kohlendioxid-Speicherungsgesetz, an die europäischen Vorgaben an. Wir begleiten diesen Prozess, um die Interessen Bayerns und anderer südlicher Regionen zu vertreten und sicherzustellen, dass kein Wirtschaftsstandort benachteiligt wird.

Die bayerische Staatsregierung entscheidet über die konkrete Anwendung der Bundesgesetze in Bayern. Hier sind wir im direkten Austausch, zum Beispiel im „Bayerischen Stakeholder Dialog“ des Wirtschaftsministeriums, um unser Wissen über die Gegebenheiten und Bedürfnisse vor Ort einzubringen.


UNSER VERSPRECHEN

Ein transparenter und fairer Dialog

 

Wir verstehen uns nicht nur als Projektentwickler, sondern als langfristigen Partner der Region. Deshalb ist ein offener und kontinuierlicher Dialog für uns selbstverständlich. Wir werden:

  • Proaktiv informieren: Wir werden frühzeitig und transparent über alle wesentlichen Planungsschritte auf dieser Webseite und über weitere Kanäle informieren.

  • Fakten bereitstellen: Wir sehen es als unsere Aufgabe, die komplexe Thematik verständlich aufzubereiten, um eine sachliche Grundlage für die öffentliche Diskussion zu schaffen.

  • Ein verlässlicher Ansprechpartner sein: Wir stehen Kommunen, Bürgern, Verbänden und Medien für Fragen und einen konstruktiven Austausch jederzeit zur Verfügung.

Die Schaffung klarer und fairer Spielregeln ist die Grundvoraussetzung für den Aufbau einer funktionierenden CO₂-Infrastruktur. Wir bleiben hierzu mit allen politischen Ebenen im konstruktiven Dialog.

Doch wie sehen die konkreten Pläne aus und welche Partner sind bereits an Bord, um die CO₂-Wende in der Region voranzutreiben?

 

Unsere Projekte & Partner im Detail